An allen Gelenken des Körpers kommt es durch die millionenfache Bewegung im Laufe der Jahre zu einem natürlichen Abrieb des Knorpels. Aus einem schmerzfreien Gleiten kann so ein schmerzhaftes Reiben mit zunehmender Bewegungseinschränkung werden. Da Knorpelgewebe nicht direkt über Blutgefäße ernährt wird, kann es sich nach Verschleiß nicht von selbst erneuern. Das „Material“, mit dem wir auf die Welt kommen, muss ein Leben lang halten – tut es aber nicht immer. Auch das Knorpelgewebe der Bandscheiben und Gelenke an der Lendenwirbelsäule unterliegt diesem natürlichen Alterungsprozess, der je nach individueller Gewebequalität und Beanspruchung früher oder später im Leben Beschwerden verursachen kann.
Aus ganz unterschiedlichen Ursachen kann es im Bereich der Lendenwirbelsäule zudem zu Formstörungen, Fehlstellungen und Instabilitäten der Gelenke kommen. Eine operative Behandlung beinhaltet in solchen Fällen in der Regel die Stabilisierung der betroffenen Wirbelsäulenabschnitte sowie die Korrektur der Fehlstellung.
In unserer Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie erfolgt der Großteil dieser Stabilisierungsoperationen mit Unterstützung eines hochmodernen intraoperativen Navigationssystems. Dies ermöglicht eine exakte digitale Planung sowie die millimetergenaue, hochpräzise Einbringung von Schrauben und Implantaten für maximale Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten.