Dr. Stefan Hinsenkamp

Orthopädie und Unfallchirurgie

Zentrales Patientenmanagement:
T 02152 142-1420

BG-Sekretariat:
T 02152 142-501

Rekonstruktive Hüft-/Becken- und Umstellungschirurgie der unteren Extremität im Hospital

Angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Hüft- und Kniegelenke führen oft schon in jungen Jahren zu Schmerzen und vorzeitigem Verschleiß (Arthrose). Unser Ziel ist der langfristige Erhalt Ihres natürlichen Gelenks, Schmerzen zu reduzieren und Ihnen die Rückkehr zu einem aktiven Leben zu ermöglichen. Durch spezialisierte Diagnostik und moderne gelenkerhaltende Operationsverfahren – von der minimalinvasiven Arthroskopie bis hin zu komplexen Becken- und Korrekturosteotomien – korrigieren wir Fehlstellungen präzise und verhelfen Ihnen zu neuer Lebensqualität.

Fehlstellungen Hüfte & Becken

Die moderne gelenkerhaltende Hüftchirurgie ermöglicht es heute, Fehlstellungen und Erkrankungen des Hüftgelenks frühzeitig zu behandeln, Schmerzen nachhaltig zu lindern und eine Hüftarthrose zu verhindern oder deutlich hinauszuzögern. Unser Schwerpunkt liegt auf der exakten Diagnostik und operativen Behandlung von Hüftdysplasien, femoroacetabulären Impingements (FAI) sowie komplexen Rotations- und Pfannenfehlstellungen. Eine angeborene oder erworbene Hüftdysplasie führt dazu, dass die Hüftpfanne den Hüftkopf nicht ausreichend überdacht, wodurch Gelenkknorpel und Gelenklippe (Labrum) fehlbelastet werden. Symptome wie belastungsabhängige Leistenschmerzen, Instabilitätsgefühle, Sitzbeschwerden und Einschränkungen bei der sportlichen Leistungsfähigkeit sind die Folge. 

Durch spezialisierte Verfahren wie die dreifache Beckenosteotomie nach Tönnis, die minimalinvasive Hüftarthroskopie sowie femorale Umstellungsosteotomien können wir für viele Patienten das natürliche Hüftgelenk langfristig erhalten.

Fragen & Antworten zu Hüfte & Becken

  • Was ist eine Hüftdysplasie?

    Bei der Hüftdysplasie handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Fehlentwicklung der Hüftpfanne. Die Pfanne überdacht den Hüftkopf nicht ausreichend, wodurch es zu einer unphysiologischen Belastung des Gelenkknorpels und der Gelenklippe (Labrum) kommt.

    Neben der klassischen Dysplasie finden sich häufig auch Fehlorientierungen der Hüftpfanne:

    • Übermäßige Vorwärts- oder Rückwärtsdrehung der Pfanne
    • Asymmetrische Überdachung des Hüftkopfes
    • Instabilität des Hüftgelenkes
    • Kombination mit femoroacetabulärem Impingement 

    Unbehandelt kann dies bereits im jungen Erwachsenenalter zu Schmerzen, Leistungseinschränkungen und frühzeitiger Arthrose führen.

  • Was sind die typischsten Beschwerden?

    Patienten berichten häufig über:

    • Leistenschmerzen
    • Belastungsabhängige Hüftschmerzen
    • Instabilitätsgefühl oder „Wegknicken“
    • Schmerzen beim Sport
    • Eingeschränkte Beweglichkeit
    • Sitz- und Rotationsbeschwerden
    • Verminderte sportliche Leistungsfähigkeit 
  • Wie wird eine Fehlstellung der Hüfte diagnostiziert?

    Für eine erfolgreiche gelenkerhaltende Hüftchirurgie ist eine exakte Analyse der knöchernen Anatomie entscheidend. Im Krankenhaus Kempen ermitteln wir die Ursache Ihrer Hüftbeschwerden durch eine Kombination aus spezialisierten klinischen Impingement- und Instabilitätstests sowie modernster Bildgebung. Neben der digitalen Röntgendiagnostik und der hochauflösenden Magnetresonanztomographie (MRT) zur Beurteilung von Knorpel und Gelenklippe (Labrum) setzen wir auf die präzise 3D-Computertomographie (3D-CT). Diese dreidimensionale CT-Analyse ermöglicht es uns, die genaue Pfannenstellung, eine asymmetrische Überdachung, die Femurrotation und komplexe Deformitäten millimetergenau zu erfassen und Ihren Eingriff individuell zu planen.

  • Wann ist eine dreifache Beckenosteotomie nach Tönnis die richtige Behandlung bei Hüftdysplasie?

    Die dreifache Beckenosteotomie nach Tönnis stellt eines der erfolgreichsten Verfahren zur Behandlung der symptomatischen Hüftdysplasie, asymmetrischer Überdachungen und Pfannenfehlrotationen (übermäßige Vorwärts- oder Rückwärtsdrehung) dar. Sie eignet sich besonders für Jugendliche und Erwachsene bis ca. 40 bis 45 Jahre mit erhaltener Knorpelsubstanz oder beginnender Arthrose. Bei der Operation werden Darmbein, Sitzbein und Schambein kontrolliert gelöst, um die Hüftpfanne dreidimensional neu über dem Hüftkopf auszurichten und mit modernen Osteosynthesen sicher zu fixieren. Dies beseitigt Instabilitäten, normalisiert die Gelenkmechanik und verhindert oder verzögert ein künstliches Hüftgelenk nachhaltig bei hoher Rückkehrquote zu Sport und Beruf

  • Welchen Nutzen bietet eine minimalinvasive Hüftarthroskopie bei Hüftimpingement?

    Das femoroacetabuläre Impingement (FAI) entsteht durch eine mechanische Enge zwischen Hüftkopf und Pfanne – als CAM-Impingement (knöcherne Vorwölbung am Schenkelhals), Pincer-Impingement (übermäßige Pfannenüberdachung) oder als Mischform. Die Hüftarthroskopie ermöglicht als schonende Schlüssellochchirurgie die Abtragung störender knöcherner Anbauten zur Wiederherstellung einer harmonischen Gelenkform. Über wenige kleine Hautschnitte führen wir zudem gezielte Behandlungen an Weichteilen durch: Refixation, Rekonstruktion oder Glättung der Gelenklippe (Labrum) sowie Therapien bei Knorpelschäden, freien Gelenkkörpern, synovialen Entzündungen oder Läsionen des Ligamentum capitis femoris. Patienten profitieren von minimalem Weichteiltrauma, geringen postoperativen Schmerzen und einer schnellen Rehabilitation.

  • Wann ist eine femorale Umstellungsosteotomie des Oberschenkelknochens notwendig?

    Nicht jede Hüftbeschwerde hat ihre Ursache in der Hüftpfanne; häufig liegt eine Verdrehung oder Fehlrotation des Oberschenkelknochens (femorale Antetorsion oder Retrotorsion) vor. Solche Rotationsfehler können zu Bewegungseinschränkungen, Impingement und Leistenschmerzen führen. Bei einer femoralen Umstellungsosteotomie wird der Oberschenkelknochen kontrolliert durchtrennt, nach exakt vorausberechneten Zielwinkeln neu ausgerichtet und anschließend mittels Marknagel oder Platte stabilisiert. Dieser Eingriff stellt die natürliche Gelenkmechanik wieder her, entlastet den Knorpel und schützt das Hüftgelenk langfristig vor weiterem Verschleiß.

  • Wie wird ein individuelles Behandlungskonzept und die Nachbehandlung bei Hüfteingriffen gestaltet?

    Die erfolgreiche Behandlung komplexer Hüfterkrankungen erfordert eine exakte Analyse sämtlicher anatomischer Einflussfaktoren. Wir betrachten daher nicht nur isolierte Röntgenbilder, sondern analysieren das gesamte Zusammenspiel von Becken, Hüftpfanne, Oberschenkelknochen, Knorpel und Gelenklippe (Labrum), um für jeden Patienten ein maßgeschneidertes Therapiekonzept zu erstellen. Ein ebenso zentraler Baustein für den Behandlungserfolg ist die strukturierte Nachbehandlung. Nach operativen Eingriffen wie der Beckenosteotomie oder der Hüftarthroskopie sichern wir das Operationsergebnis durch ein individuell angepasstes Rehabilitations- und Physiotherapiekonzept. Ziel dieser gezielten Nachsorge ist eine schonende Mobilisation, die schrittweise Vollbelastung und die sichere Rückkehr zu Sport, Beruf und Alltag. 

Fehlstellungen Knie & Knienah

Nicht jede Hüft- oder Kniebeschwerde hat ihre Ursache direkt im Hüftpfannenbereich oder im Kniegelenk selbst; häufig liegen Achsfehlstellungen oder Verdrehungen des Oberschenkel- oder Unterschenkelknochens vor. Solche Rotationsanomalien (wie vermehrte oder verminderte Antetorsion und Retrotorsion) sowie Torsionsabweichungen des Unterschenkels führen oft zu Alignementstörungen der Kniescheibe, Knieschmerzen, Sprunggelenksbeschwerden, Gangbildstörungen und Leistenschmerzen. Durch spezialisierte Umstellungsosteotomien an Oberschenkel (Femur) und Unterschenkel (Tibia) stellen wir die physiologische Achsausrichtung und Gelenkmechanik wieder her, um den Knorpel zu entlasten und Folgeverschleiß vorzubeugen.

Fragen & Antworten zu Knie und Knienaher Fehlstellung

  • Was sind typische Beschwerden bei knienahen Fehlstellungen und Rotationsfehlern?

    Fehlstellungen und Torsionsanomalien des Oberschenkel- oder Unterschenkelknochens äußern sich häufig durch vorderen Knieschmerz, Druckschmerzen unter der Kniescheibe sowie belastungsabhängige Schmerzen im Hüft-, Knie- oder Sprunggelenk. Viele Patienten berichten über Instabilitätsgefühle im Knie, ein Herausrutschen oder Wackeln der Kniescheibe (Patellainstabilität) sowie sichtbare Gangbildstörungen. Auch eine verringerte sportliche Leistungsfähigkeit und Schmerzen nach längerem Gehen oder Stehen sind charakteristische Anzeichen für eine gestörte Gelenkmechanik.

  • Für welche Patienten eignet sich eine knienahe Korrekturosteotomie?

    Gelenkerhaltende Umstellungsoperationen am Knie eignen sich besonders für aktive Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene, die unter symptomatischen Achs- oder Rotationsfehlstellungen leiden, aber noch über eine gut erhaltene Knorpelsubstanz verfügen. Das Verfahren richtet sich an Patienten, bei denen konservative Maßnahmen wie Physiotherapie keine ausreichende Linderung bringen und bei denen ein künstlicher Gelenkersatz vermieden oder möglichst lange hinausgezögert werden soll. Ob eine Umstellungsosteotomie im individuellen Fall infrage kommt, klären wir sorgfältig im Rahmen unserer Spezialsprechstunde. 

  • Wie entstehen Knienah- und Rotationsfehlstellungen an Oberschenkel und Unterschenkel?

    Rotationsfehlstellungen entstehen durch eine Abweichung der natürlichen Verdrehung von Oberschenkel- oder Unterschenkelknochen, etwa im Sinne einer vermehrten Antetorsion, einer Retrotorsion oder kombinierten Deformitäten. Diese Abweichungen verändern die Kraftübertragung und das Zusammenspiel zwischen Hüfte, Kniescheibe und Sprunggelenk. Mittels moderner 3D-Computertomographie bestimmen wir die genauen Torsions- und Achsverhältnisse von Femur und Tibia millimetergenau, um die exakte biomechanische Ursache Ihrer Knie- oder Hüftbeschwerden zu identifizieren.

  • Wann ist eine femorale oder tibiale Umstellungsosteotomie notwendig?

    Bei ausgeprägten Rotations- oder Achsfehlern des Oberschenkel- oder Unterschenkelknochens ist eine operative Korrektur indiziert, wenn konservative Therapien keine Linderung verschaffen oder eine fortschreitende Schädigung von Knorpel und Kniescheibenlager droht. Bei einer femoralen oder tibialen Umstellungsosteotomie wird der betroffene Knochen kontrolliert durchtrennt, nach vorab präzise berechneten Zielwinkeln neu ausgerichtet und anschließend mittels moderner Marknagel- oder winkelstabiler Plattenosteosynthese stabilisiert. Ziel des Eingriffs ist die Wiederherstellung einer natürlichen Gelenkmechanik, die Schmerzreduktion sowie das Aufhalten von Knorpelschäden.

  • Wie helfen Korrekturosteotomien bei Kniescheibenproblemen (Patellaalignementstörungen)?

    Eine Fehlrotation von Oberschenkel oder Unterschenkel führt häufig dazu, dass die Kniescheibe nicht korrekt in ihrer Gleitrinne läuft, was zu wiederkehrenden Ausrenkungen (Patellaluxationen), vorderem Knieschmerz und frühzeitigem Knorpelverschleiß hinter der Kniescheibe führen kann. Durch eine gezielte Rotationskorrektur an Femur oder Tibia wird das Eingleitverhalten der Kniescheibe nachhaltig optimiert. Dies stabilisiert das Kniegelenk, stellt die sportliche Leistungsfähigkeit wieder her und verhindert langfristig eine schmerzhafte Arthrose. 

  • Wie verläuft die individuelle Therapieplanung und Nachbehandlung bei knienahen Korrekturen?

    Fehlstellungen an Oberschenkel- und Unterschenkelknochen erfordern eine ganzheitliche Betrachtung der gesamten Belastungsachse von der Hüfte über die Kniescheibe bis zum Sprunggelenk. Auf Basis unserer präzisen 3D-Analysen erstellen wir einen individuellen Operations- und Korrekturplan, der exakt auf Ihre Anatomie abgestimmt ist. Für ein optimales langfristiges Ergebnis ist eine konsequente und phasenangepasste Nachbehandlung entscheidend. Nach einer Umstellungsosteotomie unterstützen wir den Heilungsprozess der Knochenstrukturen durch eine geführte Physiotherapie, schrittweisen Belastungsaufbau und gezieltes Muskelaufbautraining. So stellen wir die physiologische Gelenkmechanik wieder her und sichern die volle Funktionsfähigkeit des Kniegelenks.

Chefarzt

Orthopädie und Unfallchirurgie - Chefarzt Dr. Stefan Hinsenkamp

Dr. Stefan Hinsenkamp
Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie

Kontakt

  • Gerne können Sie eine Sprechstunde über das zentrale Patientenmanagement vereinbaren.

    Zentrales Patientenmanagement:
    T 02152 142-1420
    F 02152 142-9790
    zpm-kem@artemed.de

    Telefonisch erreichbar von
    Mo. – Do. von 7.30 - 16.00 Uhr
    Fr. von 7.30 - 15.00 Uhr

    BG-Sekretariat:
    T 02152 142-501
    F 02152 142-322
    GA.DGUV-kem@artemed.de

    Online-Terminbuchung
  • Sprechstunden:
    Mo. – Fr. 08.00 - 16.00 Uhr

    Notfälle rund um die Uhr T 02152 142-0

    Privatsprechstunden Hr. Dr. Hinsenkamp
    Fr. 10.30 - 15.00 Uhr

    Arthroskopie, Sporttraumatologie, Indikation: 
    Mo. und Mi. 13.30 - 15.30 Uhr

    Endoprothesen, Indikation:
    Di. und Do. 13.30 - 15.30 Uhr

    Privatsprechstunde und Endoprothesen: 
    Fr. 11.00 - 15.00 Uhr

    Wiedervorstellungen, BG-Fälle, Indikation:
    Di. und Do. 8.30 - 15.00 Uhr

Das Team

  • Orthopädie und Unfallchirurgie - Chefarzt Dr. Stefan Hinsenkamp

    Dr. Stefan Hinsenkamp
    Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie

  • Orthopädie und Unfallchirurgie - Leitender Oberarzt Dr. Christof Buchta

    Dr. Christof Buchta
    Ltd. Oberarzt Orthopädie und Unfallchirurgie

  • Orthopädie und Unfallchirurgie - Oberarzt Halil I. Damla

    Halil I. Damla
    Oberarzt Orthopädie und Unfallchirurgie

  • Abdulrahman Najeeb Alsarhan - Oberarzt Orthopädie und Unfallchirurgie

    Abdulrahman Najeeb Alsarhan
    Oberarzt Orthopädie und Unfallchirurgie

  • Orthopädie und Unfallchirurgie - Hossam Ali

    Hossam Ali
    Oberarzt Orthopädie und Unfallchirurgie

  • Karin Hoff - Zentrales Patientenmanagement

    Karin Hoff
    Zentrales Patientenmanagement (inkl. BG-Wesen)

Weiterführende Informationen

Veralteter Browser

Sie verwenden einen veralteten Browser. Die korrekte Darstellung der Webseite ist nicht garantiert und die Bedienung ist eingeschränkt bis hin zu nicht bedienbar.