Ob ein schwerer Sturz von der Leiter im Betrieb, ein Verkehrsunfall auf dem Weg zur Arbeit oder eine schwere Verletzung auf dem Schulhof: Wenn es im Alltag zu folgenschweren Unfällen kommt, zählt jede Minute und vor allem die richtige medizinische Ausstattung. Die Orthopädie und Unfallchirurgie am Hospital zum Heiligen Geist in Kempen hat hierfür erneut ein wichtiges Spitzensiegel bestätigt bekommen: Sie wurde erfolgreich für das VAV der DGUV rezertifiziert und ist damit langfristig bis 2030 für diese spezialisierte Versorgung zugelassen.
Für Chefarzt Dr. Stefan Hinsenkamp und sein Team ist diese Zulassung eine Bestätigung ihrer langjährigen, qualifizierten Arbeit und ein riesiger Gewinn für die Region: „Die Anforderungen der Berufsgenossenschaften an das VAV sind extrem streng. Dass wir dieses Zertifikat halten, zeigt, dass unser Krankenhaus personell, technisch und strukturell auf dem Niveau moderner Traumazentren agiert“, erklärt Dr. Hinsenkamp.
Strenge Kriterien nach dem unfallchirurgischen „Weißbuch“
Die berufsgenossenschaftliche Versorgung in Deutschland ist streng durchgestuft. Während das stationäre Durchgangsarztverfahren (DAV) für mittelschwere Verletzungen greift, ist das Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) ausschließlich großen Kliniken der Maximalversorgung vorbehalten. Das Verletzungsartenverfahren bildet hierbei das entscheidende Bindeglied für die Behandlung schwerer Verletzungen.
Die Zulassung zum VAV ist keine Selbstverständlichkeit. Bundesweit sind nur ausgewählte Kliniken in dieses System eingebunden. Um die Kriterien zu erfüllen, die sich am renommierten „Weißbuch Schwerverletztenversorgung“ orientieren, weist das Krankenhaus Kempen eine lückenlose Infrastruktur nach. Dazu gehören unter anderem ein modern ausgestatteter Schockraum zur Erstversorgung, modernste bildgebende Verfahren wie die Computertomographie in direkter Nähe sowie OP-Säle und Fachärzte, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit sind. Die Komplexität von schweren Verletzungen erfordert häufig eine gemeinsame interprofessionelle und interdisziplinäre mehrstufige Behandlung.
Wohnortnahe Spitzenmedizin für Kempen und den Kreis Viersen
Für die Menschen in Kempen und dem Umland bedeutet die erneute VAV-Zulassung vor allem Sicherheit. Das Hospital zum Heiligen Geist gehört zu den wenigen Krankenhäusern im weiteren Umkreis, die diese anspruchsvolle Zertifizierung vorweisen können. Damit ist die Klinik offiziell berechtigt, auch schwerwiegende Verletzungen wie komplexe Oberschenkelbrüche direkt vor Ort zu behandeln. Patienten nach schweren Arbeits-, Wege- oder Schulunfällen müssen somit nicht in weit entfernte Kliniken transportiert werden, sondern erhalten die spezialisierte Versorgung in direkter Nachbarschaft.
„Unser Ziel ist es, Patienten nach einem schweren Unfall nicht nur medizinisch perfekt zu versorgen, sondern sie auch schnell und sicher zurück in ihren Alltag und Beruf zu bringen“, so Dr. Hinsenkamp. Mit der erfolgreichen Rezertifizierung und der engen Verzahnung mit den Berufsgenossenschaften ist das Hospital zum Heiligen Geist dafür auch in den kommenden Jahren bestens aufgestellt.
Über das Hospital zum Heiligen Geist
Das Hospital zum Heiligen Geist in Kempen ist ein 300-Betten-Haus im Herzen des Niederrheins. Hier sichert ein erfahrenes Team mit hervorragender technischer Ausstattung nicht nur die gehobene Grund- und Regelversorgung der Bevölkerung, sondern erbringt auch medizinische Spitzenleistungen in ausgewählten Fachgebieten. Durch die Ausdifferenzierung einzelner Fachbereiche können auch Krankheitsbilder, die einen hohen Grad an Spezialisierung erfordern, auf qualitativ höchstem Niveau behandelt werden.






















