Ursachen neuropathischer Schmerzen
Neuropathische Schmerzen entstehen, wenn Nerven geschädigt oder in ihrer Funktion gestört werden. Die Ursachen Neuropathischer Schmerzen sind vielfältig – von postoperativen Nervenschäden über Polyneuropathien bis hin zu Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Auch die Symptome Neuropathische Schmerzen wie Brennen, Kribbeln oder stechende Attacken können je nach Auslöser stark variieren.
Woher kommen neuropathische Schmerzen?
1. Postoperative Nervenschmerzen
Selbst nach technisch optimal durchgeführten Operationen kann es zu bleibenden Nervenschäden kommen, z. B. nach:
- Wirbelsäulenoperationen
- Leistenoperationen
- Lungen- und Brustkorboperationen
- Eingriffen an Armen und Beinen
Hier ist nicht die Operation „schuld“, sondern die Sensibilisierung oder Verletzung von Nervenfasern.
2. Polyneuropathien
Sie treten häufig infolge von Stoffwechselerkrankungen oder Toxinen auf, z. B. bei:
- Diabetes mellitus
- Chemotherapie
- Alkoholmissbrauch
- bestimmten Vitaminmangelzuständen
Betroffene klagen oft über brennende Schmerzen, Taubheit oder Kribbeln in Füßen und Beinen.
3. Postzosterneuralgie
Nach einer Gürtelrose kann es zu langanhaltenden, schweren Nervenschmerzen kommen, da das Virus das Spinalganglion dauerhaft beschädigt. Diese Schmerzform zählt zu den schwierigsten überhaupt.
4. Ischämische Schmerzen
Wenn die Durchblutung nicht ausreicht, leidet das Gewebe unter Sauerstoffmangel. Dies kann auch nach Stent- oder Bypass-Operationen bestehen bleiben, wenn die kleinsten Gefäße (Kapillaren) weiterhin nicht ausreichend durchblutet werden. Die Folge sind starke Ruhe- oder Belastungsschmerzen.
5. Erkrankungen des zentralen Nervensystems
Neuropathische Schmerzen können auch aus dem Gehirn oder Rückenmark selbst entstehen, z. B. bei:
- Schlaganfall
- Rückenmarksverletzungen
- Multipler Sklerose
- therapieresistenter Migräne
- Trigeminusneuralgie
- atypischem Gesichtsschmerz
- Clusterkopfschmerz
Warum versagen Medikamente häufig?
Viele medikamentöse Therapien wirken bei neuropathischen Schmerzen nur unzureichend. Die Number Needed to Treat (NNT) der gängigen Präparate liegt bei etwa 8 – nur jeder achte Patient hat überhaupt einen Nutzen. Gleichzeitig führen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel oder Konzentrationsprobleme häufig zu Therapieabbrüchen.






















