Neuropathische Schmerzen entstehen, wenn Nerven geschädigt oder in ihrer Funktion gestört werden. Die Ursachen Neuropathischer Schmerzen sind vielfältig – von postoperativen Nervenschäden über Polyneuropathien bis hin zu Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Auch die Symptome Neuropathische Schmerzen wie Brennen, Kribbeln oder stechende Attacken können je nach Auslöser stark variieren.
Selbst nach technisch optimal durchgeführten Operationen kann es zu bleibenden Nervenschäden kommen, z. B. nach:
Hier ist nicht die Operation „schuld“, sondern die Sensibilisierung oder Verletzung von Nervenfasern.
Sie treten häufig infolge von Stoffwechselerkrankungen oder Toxinen auf, z. B. bei:
Betroffene klagen oft über brennende Schmerzen, Taubheit oder Kribbeln in Füßen und Beinen.
Nach einer Gürtelrose kann es zu langanhaltenden, schweren Nervenschmerzen kommen, da das Virus das Spinalganglion dauerhaft beschädigt. Diese Schmerzform zählt zu den schwierigsten überhaupt.
Wenn die Durchblutung nicht ausreicht, leidet das Gewebe unter Sauerstoffmangel. Dies kann auch nach Stent- oder Bypass-Operationen bestehen bleiben, wenn die kleinsten Gefäße (Kapillaren) weiterhin nicht ausreichend durchblutet werden. Die Folge sind starke Ruhe- oder Belastungsschmerzen.
Neuropathische Schmerzen können auch aus dem Gehirn oder Rückenmark selbst entstehen, z. B. bei:
Viele medikamentöse Therapien wirken bei neuropathischen Schmerzen nur unzureichend. Die Number Needed to Treat (NNT) der gängigen Präparate liegt bei etwa 8 – nur jeder achte Patient hat überhaupt einen Nutzen. Gleichzeitig führen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel oder Konzentrationsprobleme häufig zu Therapieabbrüchen.