Kinderurologie im Hospital zum Heiligen Geist in Kempen

Auch unsere kleinsten Patienten heißen wir im Hospital zum Heiligen Geist mit einem netten, kinderfreundlichen und vertrauensvollen Team herzlich willkommen. Mit Oberärztin Frau Dr. Melanie Homburger haben wir eine an einer großen Klinik ausgebildete Kinderurologin als Spezialistin in unserem Team.

Für die Kinder stehen wir mit Rat und Tat zur Seite und kümmern uns um nachstehende Probleme:

  • Rezidivierende Harnwegsinfekte: Harnwegsinfekte mit oder ohne begleitendes Fieber sind auch bei Kindern ein häufiger Grund für das Aufsuchen eines Arztes. Wiederkehrende Harnwegsinfekte stellen einen hohen Leidensdruck für die betroffenen Kinder dar und können zahlreiche Ursachen haben, die gelegentlich einer weiterführenden Diagnostik bedürfen. Neben einer ausführlichen Anamnese und körperlichen kindgerechten Untersuchung stehen Methoden wie Sonographie oder evtl. auch Röntgenuntersuchungen zur Verfügung, deren Durchführungen in unserem Hause möglich sind.
  • Einnässen: Das Einnässen über das 5. Lebensjahr hinaus kann für Kinder und Eltern mit einer hohen psychosozialen Belastung einhergehen. Wir versuchen, in einem einfühlsamen und persönlichen Gespräch mit Ihrem Kind und Ihnen mögliche Ursachen herauszufinden, um eine individuelle Therapie einzuleiten.
  • Hodenhochstand: Bei etwa 3 Prozent der neugeborenen Jungen befindet sich ein Hoden nicht im Hodensack. Bei einem Großteil wandert der Hoden innerhalb der ersten Lebensmonate selbständig an seinen vorgesehenen Platz. Besteht ein Hodenhochstand über das 1. Lebensjahr hinaus, können bleibende Schäden entstehen, sodass eine frühzeitige Korrektur empfohlen wird. Neben einer in nur wenigen Fällen indizierten medikamentösen Therapie sollte die Behandlung operativ mittels eines kleinen Schnittes im Bereich der Leiste erfolgen, um die Hodenlage zu korrigieren.
  • Vorhautverengung: Die Vorhautverengung ist bei Jungen in den ersten Lebensjahren als normal anzusehen, sofern keine wiederkehrenden Entzündungen, Vernarbungen oder Beschwerden beim Wasserlassen auftreten. Sollte die Verengung über das 3. Lebensjahr hinaus fortbestehen, kann durch vorsichtges Zurückziehen der Vorhaut die Lösung von der Eichel unterstützt werden. Ist diese Maßnahme nicht erfolgreich, kann eine kortisonhaltige Salbe unterstützend verwendet werden. Bei Problemen mit häufigen Entzündungen sollte die operative Therapie im Sinne einer Beschneidung erwogen werden. Hierzu beraten wir Sie gerne.
  • Hodenverdrehung: Bei einer sogenannten Hodentorsion – einer Verdrehung des Hodens mit Verminderung der Durchblutung – handelt es sich um einen urologischen Notfall, der einer umgehenden operativen Therapie bedarf, um einen bleibenden Schaden des Hodens zu vermeiden. Die Erkrankung tritt typischerweise bei Neugeborenen im 1. Lebensjahr oder auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Die Verdrehung äußert sich meist durch einen akut – oft aus der Ruhe heraus – auftretenden und anhaltenden Schmerz im Bereich eines Hodens. Der betroffene Hoden kann manchmal höher liegen als der Hoden der Gegenseite. Begleitend können schmerzbedingt Übelkeit und Erbrechen auftreten. Über unsere Notaufnahme sind wir in einem solchen Fall jederzeit auch außerhalb der üblichen Sprechzeiten für Sie erreichbar.
  • Nierenbeckenabgangsenge: Eine Erweiterung des Nierenbeckens ist eine häufig im Rahmen der ersten U-Untersuchungen gestellte Diagnose. Ihr zugrunde liegt zu einem großen Prozentsatz eine Einengung am Übergang vom Nierenbecken zum Harnleiter, die jedoch nur einen erlangt Krankheitswert erlangt, wenn mittels einer Nierenfunktionsprüfung (sog. Nierenszintigraphie/ MAG3-Clearance) eine Harnabflussbehinderung, bzw. eine hierdurch bedingte Funktionseinschränkung der betroffenen Niere nachgewiesen wird. Zum Schutz der Nierenfunktion wird in einem solchen Fall eine Operation notwendig. Diese erfolgt durch eine sogenannte Nierenbeckenplastik in der Technik nach Anderson- Hynes, bei der das verengte Segment entfernt wird und die Enden spannungsfrei miteinander vernäht werden.
  • Refluxerkrankung: Bei einem sogenannten vesikoureterorenalen Reflux kommt es entweder durch eine angeborene mangelhafte Verankerung des Harnleiters in der Blase kombiniert mit einer Lageanomalie der Harnleitermündung oder durch Blasenentleerungsstörungen zu einem Rückfluss von Blasenurin in den Harnleiter und/oder sogar die Niere. Ein Großteil der Patienten mit einem Reflux sind asymptomatisch. Treten Symptome auf, äußern sich diese häufig als wiederkehrende, oft fieberhafte Harnwegsinfekte, gelegentlich auch als wiederkehrende Flankenschmerzen oder dem Nachweis kleinster Blutspuren im Urin. Spätsymptome können ein Bluthochdruck oder bei hochgradigem, beidseitigem Befall eine fortgeschrittene Niereninsuffizienz sein. Je nach Ausprägung des Reflux sind die spontanen Rückbildungsraten sehr hoch, sodass einer wohlüberlegten, risikoadaptierten Diagnostik und einer ebensolchen Therapie größte Bedeutung zukommen. Ziel sollte sowohl bei der Diagnostik als auch bei der Therapie sein, eine relevante Refluxerkrankung rechtzeitig zu erkennen und einen Nierenschaden, bzw. ein Fortschreiten dessen zu vermeiden. Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Refluxerkankung, den Beschwerden und der im Rahmen der weiterführenden Diagnostik erhobenen Befunde. Neben einer ausführlichen Beratung und engmaschigen Überwachung kommen der konservativen Therapie mittels eines Blasentrainings, einer medikamentösen Therapie im Sinne einer zeitlich begrenzten oder dauerhaften Antibiotikaprophylaxe und ggf. einer Senkung der Blasendrücke große Bedeutung zu. In manchen Fällen wird die operative Korrektur der mangelhaften Verankerung des Harnleiters in die Blase notwendig.
  • Hypospadie: Der Begriff kommt aus dem Griechischen und leitet sich ab von „hypo“ unter und „spadon“ Spalte. Hierbei handelt es sich um die häufigste angeborene Fehlbildung des Penis, bei der die Mündung der Harnröhre nicht an der Spitze der Eichel liegt, sondern an der Unterseite der Harnröhre zwischen dem Damm und der Eichel lokalisiert ist. Begleitend ist die Vorhaut meist schürzenartig ausgebildet. Aufgrund des typischen Erscheinungsbildes erfolgt die Diagnosestellung häufig unmittelbar nach der Geburt. Ein Therapiebedarf ergibt sich jedoch nur im Falle einer Einschränkung der Funktionalität, welche bei einer Verengung der Harnröhrenmündung, einer begleitenden Abknickung des Penis oder einer sehr ausgeprägten Fehlmündung gegeben ist, da hier das Wasserlassen bzw. die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Die Therapie richtet sich dann nach der Lokalisation der Harnröhrenmündung und den begleitenden Anomalien, wobei verschiedene operative Techniken von der wenig aufwendigen Erweiterung der Harnröhrenmündung bis hin zu komplexen, plastischen Rekonstruktionen mit oder ohne Verwendung von Mundschleimhauttransplantaten oder Vorhautlappen zur Anwendung kommen.

Chefarzt

Dr. med. Bruno Wirth
Chefarzt Urologie

Kontakt

Sekretariat
T 02152 142-265
F 02152 142-461
abt.urologie@krankenhaus-kempen.de

Sprechstunden
Sprechstunden nach Vereinbarung über das Sekretariat.
Es besteht eine urologische 24-Stunden-Notfallambulanz, die jederzeit zur ambulanten Behandlung von Notfällen zur Verfügung steht.
Weiterhin bietet Chefarzt Dr. Wirth eine Privatsprechstunde mit Terminen nach Vereinbarung (in dringlichen Fällen auch sehr kurzfristig).

Unsere Ausstattung

Um unsere Patienten ganzheitlich, leitliniengerecht und auf dem aktuellsten Stand der Medizin versorgen zu können, bedienen wir uns zahlreicher Einrichtungen, Geräte und Institutionen.

Das Team

  • Dr. med. Bruno Wirth
    Chefarzt Urologie

  • Dr. med. Melanie Homburger
    Oberärztin Urologie

  • Dr. med. Heike Lenzen
    Oberärztin

  • Dr. med. Nawaz Dostyar
    Funktionsoberarzt

  • Monika Reinsch
    Sekretariat

Weiterführende Informationen

Urologie

T 02152 142-265
F 02152 142-461
abt.urologie@krankenhaus-kempen.de

Allgemein- und Viszeralchirurgie

T 02152 142-502
F 02152 142-322
abt.chirurgie@krankenhaus-kempen.de

Anästhesie
T 02152 142-282
F 02152 142-275

Intensivmedizin
T 02152 142-1313

abt.anaesthesie@krankenhaus-kempen.de

Dermatochirurgie

T 02152 142-500, -1301
F 02152 142-322
abt.chirurgie@krankenhaus-kempen.de

Endokrinologie

T 02152 142-265
F 02152 142-311
abt.inneremedizin@krankenhaus-kempen.de

Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin
T 02152 142-381
F 02152 142-311

Innere Ambulanz:
T 02152 142-381

abt.inneremedizin@krankenhaus-kempen.de

Gynäkologie und Geburtshilfe

T 02152 142-376
abt.gyn.geburtshilfe@krankenhaus-kempen.de

Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

T 02152 142-171
abt.hno@krankenhaus-kempen.de

Kardiologie und Innere Medizin
T 02152 142-381
F 02152 142-311
abt.inneremedizin@krankenhaus-kempen.de

Kontakt & Bewerbung
Wir freuen uns über Ihre Bewerbung
und sind gespannt, Sie kennen zu lernen

Thomas Paßers   
Geschäftsführer
T 02152 142 356
thomas.passers@artemed.de

Neurozentrum

T 02152 142-150
neurologie-kem@krankenhaus-kempen.de

Maida Smajlovic
Pflegedienstleitung

Von-Broichhausen-Allee 1
47906 Kempen
T 02152 142-486
F 02152 142-202
pflegedienstleitung@krankenhaus-kempen.de

Radiologie Kempen

T 02152 20554-0
F 02152 20554-279
info@radiologie-kempen.de

http://www.radiologie-kempen.de/

Schmerztherapie
T 02152 142-1190
F 02152 142-157

abt.schmerztherapie@krankenhaus-kempen.de

Sylvia Bolz
Krankenhausseelsorgerin
Geistliche Begleiterin

Von-Broichhausen-Allee 1
47906 Kempen
T 02152 142-330
sylvia.bolz@bistum-aachen.de

Unfall- und Orthopädische Chirurgie
T 02152 142-500
F 02152 142-322

BG-Sekretariat:
Te 02152 142-501
F 02152 142-322

abt.chirurgie@krankenhaus-kempen.de

Urologie

T 02152 142-265
F 02152 142-461
abt.urologie@krankenhaus-kempen.de

Venenchirurgie

T 02152 142-500, -1301
F 02152 142-322
abt.chirurgie@krankenhaus-kempen.de

Wirbelsäulenchirurgie

T 02152 142-502
F 02152 142-322
chirurgie-kem@artemed.de

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Zentrale Notaufnahme

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