Hospital zum Heiligen Geist
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47906 Kempen
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10.000 Euro Förderung für neue MS-Ambulanz im Hospital zum Heiligen Geist

Dr. Jens Harmel und Priv.-Doz. Dr. David Kremer

Frühe Diagnose, moderne Therapien und ganzheitliche Betreuung: Dank einer Förderung der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft OV Düsseldorf und Umgebung stärkt das Hospital zum Heiligen Geist in Kempen seine spezialisierte ASV-Ambulanz für Menschen mit MS – für noch bessere Versorgung, mehr Komfort und gezielte Weiterentwicklung des Teams.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, von der allein in Deutschland rund 280.000 Menschen betroffen sind. Zwar ist MS bislang nicht heilbar, moderne immunmodulatorische Therapien ermöglichen heute jedoch eine gute Krankheitskontrolle – vorausgesetzt, die Diagnose erfolgt frühzeitig und die Behandlung wird zeitnah eingeleitet.

Gerade hier liegt eine der größten Herausforderungen: MS ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose mit komplexen Kriterien und kann nicht durch einen einzelnen Test eindeutig bestätigt oder ausgeschlossen werden. In nicht spezialisierten Versorgungsstrukturen vergeht daher häufig wertvolle Zeit, bis Betroffene die richtige Diagnose erhalten. Studien zeigen jedoch eindeutig, dass eine frühe Diagnose und der schnelle Beginn hochwirksamer Therapien den Krankheitsverlauf deutlich positiv beeinflussen können.

Um Menschen mit MS eine optimale ambulante Versorgung zu ermöglichen, hat die Klinik für Neurologie des Hospital zum Heiligen Geist Kempen im Jahr 2025 erfolgreich eine spezialisierte Ambulanz im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) etabliert. Das interdisziplinäre Team arbeitet eng mit Kooperationspartnern aus Ophthalmologie, Urologie, Radiologie, Gynäkologie, Innerer Medizin, Psychiatrie/Psychotherapie, Labormedizin und Pathologie zusammen.

Die ASV-Ambulanz bietet eine umfassende, individuell zugeschnittene Betreuung für alle MS-Subtypen – von der differenzierten apparativen und serologischen Diagnostik über qualifizierte Zweitmeinungen bis hin zur Einleitung und zum Monitoring hochwirksamer oraler, subkutaner oder intravenöser Dauertherapien. Auch für akute Krankheitsschübe stehen in enger Abstimmung mit der Notaufnahme und der Klinik für Neurologie kurzfristige Behandlungskapazitäten zur Verfügung.

Ein wichtiger Meilenstein für den weiteren Ausbau dieser spezialisierten Strukturen ist nun erreicht: Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Ortsvereinigung Düsseldorf und Umgebung e.V. unterstützt die ASV-Ambulanz mit einer Förderung in Höhe von 10.000 Euro. Die Mittel fließen in die apparative, personelle und räumliche Weiterentwicklung der Ambulanz. Schwerpunkte liegen dabei auf der fachspezifischen Qualifizierung des Pflegepersonals, der stärkeren Berücksichtigung kognitiver Krankheitsaspekte sowie auf einer weiteren Verbesserung des Patientenkomforts bei Infusionstherapien.

„Wir möchten dazu beitragen, dass jeder Mensch mit MS die für ihn wirksamste Therapie zum frühstmöglichen Zeitpunkt erhält, denn nur so erreichen wir die beste Prognose!“, betont Priv.-Doz. Dr. David Kremer, Oberarzt der Klinik für Neurologie am Hospital zum Heiligen Geist.

Mit der Förderung stärkt das Hospital zum Heiligen Geist sein Profil als regionales Kompetenzzentrum für Multiple Sklerose und verfolgt das Ziel, möglichst vielen Betroffenen Zugang zu modernster medizinischer Versorgung und ganzheitlicher Betreuung zu ermöglichen.

Interessierte, die einen Termin in der ASV-Ambulanz für Multiple Sklerose wünschen, können sich an das Zentrale Patientenmanagement wenden:
T 02152 142-1420
Zpm-kem@artemed.de

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