PD Dr. med. Lars Wojtecki

Neurozentrum

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Schluck-, Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie am Hospital zum Heiligen Geist

Als Teil der neurologischen Frührehabilitation haben wir in Kempen einen Bereich für Schluck-, Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie etabliert. Oberstes Ziel ist es, Patienten mit neurologischen Schädigungen, etwa nach einem Schlaganfall, bestmöglich zu behandeln und schnellstmöglich zu entlassen. Dabei arbeiten die Sprachtherapeuten in Kempen mit modernsten technischen Instrumenten und Methoden.

Das Team der Sprachtherapie verfügt über langjährige Erfahrung und steht unseren Patienten dabei während des gesamten Aufenthaltes mit Rat und Tat zur Seite. Sämtliche Formen der Schluck-, Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen werden diagnostiziert und behandelt.

Auf Grundlage evidenzbasierter Diagnostikverfahren gestaltet das Team eine individuelle Therapieplanung. Besonderes Augenmerk legt die sprachtherapeutische Abteilung auf die fiberendoskopische Elevation des Schluckens (FEES) nach DGN/DSG/DGG-Standard, die daraus folgende Therapie- und Kostformempfehlung und eine darauf zugeschnittene Dysphagie-Diätetik.

Unsere Abteilung bietet Diagnostik und Therapie bei:

  • Dysarthrophonien: Störung des Sprechens und der Stimme
  • Dysphonien: Störung der Stimme
  • Aphasien: Störung der Sprache, Beeinträchtigung in verschiedenen sprachlichen Modalitäten (Sprechen, Sprachverständnis, Schreiben, Lesen)
  • Sprechapraxien: Störung in der zeitlichen und örtlichen Koordination von Bewegungsabläufen beim Sprechen
  • Sonstige Kommunikationsstörungen
  • Facialisparesen: Lähmung der Gesichtsmuskulatur
  • Dysphagien: Störung des Schluckaktes

Daneben umfasst die Sprachtherapie auch das Trachealkanülenmanagement und ergänzt in weiten Teilen unsere physiotherapeutische Atemtherapie.Zur Diagnostik der Dysphagien bieten wir unseren Patienten die Möglichkeiten der fiberendoskopischen Elevation des Schluckens (FEES) nach DGN/DSG/DGGStandard.

Die Sprachtherapeuten arbeiten eng mit der Küche des Hospitals zusammen und können auf Grundlage der IDDSI-Standardisierung den Dysphagiepatienten eine köstliche, frische und ausgewogene Ernährung anbieten. Natürlich profitieren auch alle anderen Patienten davon.

IDDSI am Hospital zum Heiligen Geist

Im Jahr 2015 wurde unser Haus zum Pilotprojekt der IDDSI-Initiative. Ziel der Initiative ist es, eine globale Nomenklatur zur Beschreibung von Lebensmittelkonsistenzen zu etablieren. Diese werden in unserem Haus entsprechend konsequent durch die Sprachtherapie, die Pflege, die Ärzte, die Diätassistenz und die Küche in der Diagnostik, Therapie und Diätetik adaptiert. So kann jedem Patienten eine individuelle, an seine Schluckfähigkeiten angepasste Kost aus den acht IDDSI-Stufen zur Verfügung gestellt werden.

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