Hospital zum Heiligen Geist
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Beste Versorgung beim Schlaganfall - Kliniken der Region gründen Schlaganfall-Netzwerk

PD Dr. med. Lars Wojtecki

Hospital zum Heiligen Geist, 29.10.2021

Der Schlaganfall: Er ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und der Hauptverursacher von bleibenden Schäden des Gehirns. Etwa alle zwei bis drei Minuten tritt er in Deutschland auf, beinahe 300.000 Menschen erleiden pro Jahr einen Schlaganfall. Je früher er richtig behandelt wird, desto höher sind die Überlebenschancen und desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit von Folgeeinschränkungen. Um ihre Patientinnen und Patienten noch besser versorgen zu können, haben sich im Großraum Düsseldorf daher nun acht Akutkliniken, fünf Geriatrien, vier Rehabilitationskliniken und zwei neurologische Arztpraxen – von Solingen über die koordinierende Uniklinik Düsseldorf bis nach Mönchengladbach und Kempen im Norden - zum Neurovaskulären Netzwerk Nordrhein plus (NEVANO+) zusammengeschlossen. Mit von der Partie ist auch das Hospital zum Heiligen Geist in Kempen.

Patientinnen und Patienten in dieser Region mit einem akuten Schlaganfall werden nun in enger Zusammenarbeit zwischen den lokalen Schlaganfallversorgern, überregionalen Schlaganfallzentren und weiterversorgenden Einrichtungen im Rahmen dieses Neurovaskulären Netzwerkes betreut und erhalten so an allen Standorten die bestmögliche Versorgung.

Je schneller ein Schlaganfall behandelt wird, desto besser die Prognose

„Die Behandlung von Schlaganfällen ist eine hochkomplexe Situation. Bei einem akuten Schlaganfall kommt es auf Minuten an“, erklärt PD Dr. Lars Wojtecki, Chefarzt des Neuro-Zentrums am Kempener Hospital zum Heiligen Geist und Regionalbeauftragter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Daher ist es wichtig, dass die Schlaganfall-Betroffenen so schnell wie möglich behandelt werden, um die Ursache des Schlaganfalls zu beseitigen und die Chancen auf eine Erholung zu verbessern. Je länger es dauert, bis eine richtige Diagnose gestellt und die richtige Behandlung eingeleitet wird, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit für eine bleibende Behinderung und leider auch des Versterbens. Genau hier setzt die Vernetzung an: Die Patientinnen und Patienten erhalten so an allen Standorten die bestmögliche Versorgung und Sicherheit.

PD Dr. Lars Wojtecki ergänzt: „Patientinnen und Patienten, die einen Schlaganfall überlebt haben, benötigen häufig sowohl in der betreuenden Klinik als auch in der Nachbehandlung im Anschluss an die Entlassung aus dem Krankenhaus eine besondere Betreuung und spezielle Reha-Maßnahmen. Viele Betroffene müssen erst wieder lernen, wie man bestimmte Muskeln bewegt oder auch wie man läuft. Andere haben kognitive Einschränkungen, müssen vielleicht wieder sprechen lernen. Wir sind daher froh, dass in unserem Netzwerk akut behandelnde Kliniken mit geriatrischen Kliniken, Rehakliniken und niedergelassene Praxen zusammenarbeiten. So kann bereits während der Behandlung und während der ersten Reha-Maßnahmen in der Akutklinik individuell die Nachbehandlung für die Patientinnen und Patienten koordiniert werden.“

Das Neurovaskuläre Netzwerk dient als Verbund der beteiligten Kliniken und Partner der optimalen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall und anderen neurovaskulären Erkrankungen von der Akutbehandlung und Rehabilitation bis zur ambulanten Vor- und Nachsorge sowie häuslichen Versorgung.

Hintergrund Schlaganfall:

Bei einem Schlaganfall wird das Gehirn nicht mehr genug mit Blut und somit mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. In der Folge drohen die Zellen abzusterben. Je stärker die Durchblutung beeinträchtigt ist, desto weniger kann das betroffene Hirnareal seine Aufgabe erfüllen. Auslöser des Schlaganfalls kann eine Hirnblutung, zum Beispiel durch ein geplatztes Aneurysma, oder ein Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel sein, wie man es zum Beispiel auch vom Herzinfarkt und der Lungenembolie kennt.

In der Folge der mangelnden Blutversorgung kommt es zu einer Beeinträchtigung des Gehirns. Die Symptome dafür können plötzlich auftretende Probleme beim Sprechen, ein hängender Mundwinkel, Sehstörungen oder Lähmungen sein. Sollten diese Symptome auftreten, sollte sofort ein Krankenwagen über die 112 gerufen werden – eine Durchblutungsstörung des Gehirns und ein Schlaganfall sind absolute Notfälle, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Bei der Versorgung von Schlaganfall-Betroffenen gilt die einfache Regel: „Zeit ist Hirn“.

Hierbei ist es wichtig, dass die Schlaganfall-Betroffenen so schnell wie möglich in spezialisierten Schlaganfalleinheiten (sogenannte Stroke-Units) behandelt werden, um die Ursache des Schlaganfalls zu beseitigen – zum Beispiel durch medikamentöse Auflösung des auslösenden Blutgerinnsels oder dem Herausziehen des Blutgerinnsels über einen Katheter. Je schneller reagiert wird und je schneller den Betroffenen geholfen wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von bleibenden Schäden.

 

Zum Neurovaskulären Netzwerk Nordrhein plus (NEVANO+) gehören:

Koordinierendes Zentrum:

Universitätsklinikum Düsseldorf

NEVANO+ Sprecher: Dr. Lee, Koordinator: PD Dr. Gliem

Klinik für Neurologie: Direktor: Prof. Dr. Dr. Meuth

Bereich Vaskuläre Neurologie: Leiter: PD Dr. Ruck, PD Dr. Gliem, Dr. Lee

Klinik für Neurochirurgie: Direktor: Prof. Dr. Hänggi

Bereich Vaskuläre Neurochirurgie: Leiter: PD Dr. Cornelius, PD Dr. Muhammad

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie: Direktor: Prof. Dr. Antoch

Bereich Neuroradiologie: Leiter: Prof. Dr. Turowski

Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie: Direktor: Prof. Dr. Schelzig

Bereich Neurovaskuläre Gefäßchirurgie, Leiterin: Dr. Ertas

 

Kooperierende Zentren:

LVR-Klinikum Düsseldorf, Zentrum für Neurologie und Neuropsychiatrie (ZNN), Abteilung Neurologie, Leiter Prof. Dr. Seitz

Kliniken Maria Hilf Mönchengladbach

Klinik für Neurologie, Chefarzt: Prof. Dr. Haensch

Klinik für Gefäßchirurgie und Angiologie, Chefärztin: Prof. Dr. Weis-Müller

Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, Chefarzt: Prof. Dr. Ringelstein

Marien Hospital Düsseldorf

Klinik für Neurologie, Chefarzt: Prof. Dr. Jander

Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie, Chefarzt: Prof. Dr. Diederich

Krankenhaus Maria-Hilf Krefeld

Klinik für Neurologie, Chefarzt: Prof. Dr. von Giesen

Hospital zum Heiligen Geist Kempen

Klinik für Neurologie, Chefarzt: PD Dr. Wojtecki

Johanna-Etienne-Krankenhaus Neuss

Klinik für Neurologie, Chefarzt: Prof. Dr. Sobesky

St. Lukas Klinik Solingen

Klinik für Neurologie, Chefarzt: Prof. Dr. Dihné

Neuroradiologie (radprax), Leitender Arzt für interventionelle Radiologie und Neuroradiologie: Dr. Nordmeyer

 

Geriatrien:

Lukas Klinikum Neuss

Klinik für Geriatrie und Neurogeriatrie, Chefarzt: Dr. Franz

St. Martinus Krankenhaus

Klinik für Geriatrie, kommisarische Chefärztin: Dr. Legendre

Rheinland Klinikum Grevenbroich Elisabethkrankenhaus

Klinik für Geriatrie, Chefarzt: Dr. Franz

Elisabeth Krankenhaus, Städtische Kliniken Mönchengladbach

Klinik für Geriatrie, Chefarzt: Dr. Jaeger

Krankenhaus Maria-Hilf Krefeld

Klinik für Geriatrie, Chefärztin: Katsaounis-Juras

 

Rehabilitationseinrichtungen:

Mauritius Therapieklinik Meerbusch

Klinik für Neurologie, Chefarzt: Prof. Dr. Knecht

Mediclin Rhein-Ruhr Essen Kettwig

Klinik für Neurologie, Chefarzt: Prof. Dr. Siebler

VamedKlinik Hagen Ambrock

VamedKlinik Hattingen

Klinik für Neurologie, Ärztlicher Direktor: Dr. Petershofer

 

Praxen:

Neuropraxis Lindemann3: Dr. Derksen, Dr. Kaup, Dr. Köhne

NeuroCentrum Düsseldorf: Dr. Nelles, Dr. Beutler, Dr. Erdmann, Dr. Ewerhart, Dr. Schröder, Prof. Dr. Arendt