Hospital zum Heiligen Geist
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AltersTraumaZentrum besteht zweite Re-Zertifizierung

Hospital zum Heiligen Geist, 21.01.2022

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat das Hospital zum Heiligen Geist als AltersTraumaZentrum erneut ausgezeichnet. Das Zertifikat hat die Abteilung der Unfall- und orthopädischen Chirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Stefan Hinsenkamp gemeinsam mit der Geriatrie des St. Irmgardis Krankenhauses Süchteln erstmalig 2015 erhalten und ist das bislang einzige Zentrum am gesamten Niederrhein, das eine Re-Re-Zertifizierung erhalten hat. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels weisen die Häuser mit der Zertifizierung ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal vor.

Unfallchirurgie und Geriatrie arbeiten Hand in Hand – das ist eines der Kriterien, mit dem die Mediziner aus Kempen und Süchteln die Zertifizierungskommission der DGU überzeugen konnten. Weil bei älteren Menschen der Heilungsprozess nach Verletzungen häufig problematisch verläuft, soll das Vorgehen im Rahmen des zertifizierten AltersTraumaZentrums sicherstellen, dass die Patienten eine bestmögliche interdisziplinäre Versorgung bekommen. „Über ein Drittel aller in der Unfallchirurgie behandelten Patienten ist über 70 Jahre. Mit der Zertifizierung belegen wir offiziell, dass wir diese optimal versorgen und uns immer wieder selbst überprüfen. Trotz der Pandemie ist es uns gelungen, die Vorgaben der DGU umzusetzen und eine optimale leitliniengerechte Versorgung unserer Patienten sicherzustellen“, freuen sich die Kempener Unfallchirurgen. Gemeinsam mit Chefarzt Hanns-Peter Klasen, Geriater in Süchteln, haben sie die Auszeichnung federführend seit sechs Jahren vorangetrieben und stetig weiterentwickelt.

Im Rahmen des AltersTraumaZentrums hat die DGU fünf Verletzungsmuster benannt, die nach einem standardisierten Schema versorgt werden sollen. Dazu zählen Schenkelhalsbrüche, Schulterbrüche, Beckenbrüche, Wirbelsäulenbrüche und gebrochene Kunstgelenke. „Diese Verletzungen kommen häufig vor und sind besonders komplikationsreich“, erklärt der unfallchirurgische Oberarzt und Hauptverantwortliche für das AltersTraumaZentrum, Dr. Christof Buchta. Natürlich werden in Kempen auch alle anderen Verletzungen und deren Folgen genauso sorgfältig und auf medizinisch höchstem Niveau behandelt. Gerade bei diesen Brüchen sei jedoch der Allgemeinzustand der Patienten häufig schlecht, da die Beweglichkeit und Handlungsfähigkeit extrem einschränken. „Hier sind wir im Sinne einer optimalen Patientenversorgung aufeinander angewiesen“, betonen Dr. Buchta und Chefarzt Klasen.

Während sich die Chirurgen auf die eigentliche Verletzung konzentrieren, sind bei der Nachsorge Unfallchirurgen wie Geriater gleichermaßen gefragt. So kann beispielsweise frühzeitig erkannt werden, ob ein Patient eine Lungenentzündung oder eine andere zusätzliche Erkrankung hat – und entsprechend schnell reagiert werden. Neben Unfallchirurgen und Geriatern sind natürlich auch Pflegekräfte und Physiotherapeuten an der interdisziplinären Herangehensweise beteiligt.

Das AltersTraumaZentrum DGU® ist ein Qualitätssiegel, das in einem unabhängigen Zertifizierungsverfahren erworben wird. So soll langfristig flächendeckend die unfallchirurgische Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung verbessert werden.

Das AltersTraumaZentrum ist jedoch nicht das einzige Qualitätsmerkmal, welches die Kempener Orthopädie- und Unfallchirurgie ausweisen kann. Bereits im Juni dieses Jahres erfolgte die erfolgreiche Re-Zertifizierung des Lokalen TraumaZentrums, welches sich mit der bestmöglichen Versorgung von Schwerstverletzten auszeichnet.

Das ebenfalls in der Abteilung angesiedelte EndoProthetikZentrum ist nach EndoZert zertifiziert. Eine Re-Zertifizierung steht im Mai 2022 an. Im Unterschied zu den anderen beiden Zentren werden hierbei jährliche Überwachungsaudits durchgeführt.

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