Hospital zum Heiligen Geist
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Automatisierte Desinfektion für mehr Patientensicherheit

Hospital zum Heiligen Geist, 07.06.2021

Das Hospital zum Heiligen Geist setzt auf die automatische Desinfektion von Ultraschallsonden mit Schleimhautkontakt und setzt damit neue Maßstäbe für die Behandlungsqualität.

Mit den neuen trophon2-Geräten unterstreicht das Hospital erneut seinen Anspruch für höchste Hygienestandards. Einsatz finden die drei neuen Geräte in den Fachbereichen der Gastroenterologie/ Proktologie, der Gynäkologie und der Urologie.

„Es ist ein gutes Gefühl, mit der neuen technischen Ausstattung einen Standard bieten zu können, der Patienten noch mehr schützt,“ sagt Angelika Hartmann. Die Fachkrankenschwester für Hygiene und Infektionsprävention ist mit ihrem Team für das Hygienemanagement im Hospital zuständig und lobt die Wirkungsweise. „Mit einem Knopfdruck desinfiziert und das auch an schwer zugänglichen Flächen - so einfach ist die automatische Desinfektion von Ultraschallsonden mit den neuen trophon2-Geräten“, erklärt Dr. med. Boris Abramowski. Der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe hat sich stark gemacht für die Anschaffung, „denn nicht nur die Patienten profitieren von der Neuerung im Hygienekonzept, auch die Anwender- und Umweltfreundlichkeit steigt. Das haben auch schon viele Universitätskliniken erkannt und verwenden diese Technik.“

Gegenüber der manuellen Wischdesinfektion bieten die trophon2-Geräte eine automatisierte Desinfektion mit Wasserstoffperoxid. „Das steigert die Gründlichkeit“, ergänzt Angelika Hartmann. Besonders deutlich wird dies beim Blick auf aktuelle Studien. Diese zeigen, dass bei der herkömmlichen Reinigung Restkeime auf der Sondenoberfläche verbleiben.1-4­

Um das Infektionsrisiko für Patienten während der Ultraschalluntersuchung zu verringern hat das Hospital zum Heiligen Geist fachbereichsübergreifend gleich in drei der hochmodernen Geräte investiert.

Im Einsatz gegen krebserregende Viren

Besonders relevant ist die Neuanschaffung für den Fachbereich Gynäkologie. Denn durch die automatische Desinfektion der Ultraschallsonden lässt sich auch die Restbesiedlung mit HPV Viren5-8, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können, gänzlich reduzieren. Außerdem ist sie wirksam bei Bakterien, Viren, Sporen und Pilzen.

 

Quellen:

1 Schmitz J et al. Disinfection of Transvaginal Ultrasound Probes by Ultraviolet C - A clinical Evaluation of Automated and Manual Reprocessing Methods. Ultraschall Med. 2019 Jun 25. doi: 10.1055/a-0874-1971

2 Buescher DL, Möllers M, Falkenberg MK et al. Disinfection of transvaginal ultrasound probes in a clinical setting: comparative performance of automated and manual reprocessing methods. Ultrasound Obstet Gynecol 2016; 47: 646–651

3 Leroy S (2013) Infectious risk of endovaginal and transrectal ultrasonography: systematic review and meta-analysis. J Hosp Infect 83: 99–106.

4 Westerway SC, Basseal JM, Brockway A et al. Potential Infection Control Risks Associated with Ultrasound Equipment – A Bacterial Perspective. Ultrasound Med Biol 2017; 43: 421–426

5 Ma STC, Yeung AC, Chan PKS, et al. Transvaginal ultrasound probe contamination by the human papillomavirus in the emergency department. Emerg Med J 2013;30:472-475

6 Casalegno J-s, Le Bail Carval K, Eibach D, Valdeyron M-L, Lamblin G, Jacquemoud H, et al. (2012) High Risk HPV Contamination of Endocavity Vaginal Ultrasound Probes: An Underestimated Route of Nosocomial Infection? PLoS ONE 7(10): e48137. doi.org/10.1371/journal.pone.0048137

7 Meyers J, Ryndock E, Conway MJ, Meyers C, Robison R. Susceptibility of high-risk human papillomavirus type 16 to clinical disinfectants. J Antimicrob Chemother. 2014 Jun;69(6):1546-50. DOI: 10.1093/jac/dku006

8 Ryndock E, Robison R, Meyers C. Susceptibility of HPV16 and 18 to high level disinfectants indicated for semi-critical ultrasound probes. J Med Virol. 2016 Jun;88(6):1076-80. DOI: 10.1002/jmv.24421