Vom Gasthaus zum medizinischen Leistungszentrum

Die Geschichte des Hospitals zum Heiligen Geist reicht zurück bis ins 15. Jahrhundert. Johann Arnold von Broichhausen, Kempener Bürger und Ministerialbeamter des Kölner Erzbischofs, verfügte in seinem Testament im Jahre 1390 eine für die Stadt Kempen wichtige Stiftung. Er wünschte in Kempen die Einrichtung eines „Gasthauses“, ein „Hospital zum Heiligen Geist“. Diese Stiftung wurde im Jahre 1410 von den Söhnen von Broichhausens im Sinne ihres Vaters erweitert und 1421 vom Kölner Erzbischof  Dietrich von Moers bestätigt und genehmigt. Die Stiftung sollte armen Kempener Bürgern zeitlebens und unentgeltlich Wohnung und Pflege geben.
Ein wichtiger Meilenstein zur Errichtung eines Krankenhauses wurde erst im Jahr 1801 gelegt – auf Wunsch des damaligen französischen Präfekts. Tatsächlich baulich erstellt und bezugsfertig wurde das Krankenhaus im Jahr 1842. Seither erfolgten stetige Erweiterungen und Modernisierungen. Eine große Modernisierungswelle gab es zwischen 1978 und 1988: Bettenstationen, Funktionsräume, Geburtshilfe, Chirurgische Notfallversorgung, der Operationsbereich und die Röntgenabteilung wurden in diesem Zuge erneuert. Wesentliche Erweiterungen folgten 1996 mit dem Neubau von drei aseptischen Operationssälen, Einrichtung der Frührehabilitationsabteilung mit 30 Betten und 10 tagesklinischen Plätzen sowie einer Ambulanz. Zwischen 2000 und 2003 wurden eine neue Intensivabteilung und Liegendkrankenanfahrt errichtet.
 
Seit der Übernahme des Hospitals durch Artemed im Jahr 2012 wurden bereits maßgebliche Renovierungen in Angriff genommen: Die gesamte Bettenstation im B-Trakt wurde kernsaniert, die Zimmer verfügen nun über ein eigenes Bad. Die Flure wurden renoviert und verschönert. Ende 2015/Anfang 2016 folgen die Funktionsabteilungen im Erdgeschoss inklusive der Notaufnahme.