Anästhesie und Notfallmedizin

Willkommen in der Anästhesie-, Intensiv- und Notfallmedizin

Wir passen gut auf Sie auf!  Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im Hospital zum Heiligen Geist behandelt über 8.000 Patienten pro Jahr in den vier Schwerpunkten Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und postoperative Schmerztherapie. In der Abteilung erfolgt auch die intensivmedizinische Behandlung von Patienten auf der interdisziplinären Intensivstation.

In der Prämedikationsambulanz werden durch einen erfahrenen Narkosearzt die Vorbereitungen für die Operation getroffen. In einem persönlichen Gespräch erörtern wir gemeinsam mit dem Patienten das jeweils individuell passende Narkoseverfahren. Dieses Gespräch findet ein bis zwei Tage vor der geplanten Operation statt.

Die Termine für das Narkosevorgespräch werden von der zentralen Patientenaufnahme vergeben. Sollten Sie selbst einen Termin vereinbaren, erreichen Sie das zuständige Sekretariat unter der Telefonnummer: 02152-142-79797.

Hier geht's zur Zentralen Notaufnahme.

Anästhesie

Bei der Allgemeinanästhesie oder auch Vollnarkose werden das Bewusstsein und das Schmerzempfinden vollständig aufgehoben. Während der gesamten Narkose wird Ihr Schlaf durch den Narkosearzt überwacht. Wir benutzten modernste Narkosegeräte. Wir bieten sowohl die totalintravenöse Anästhesie als auch eine Inhalationsanästhetika-basierte Narkoseführung an. Für Ihre Sicherheit stehen uns folgende Verfahren zur Verfügung: Lungenprotektive Beatmungsformen, EEG-basierte Narkosetiefenmessung, Kontinuierliche Überwachung der Muskelentspannung, Intraoperative Aufbereitung des eigenen Bluts (Cellsaver) und die erweiterte Überwachung von Kreislaufparametern.

Um die Patienten-Compliance zu verbessern, bieten wir in Kooperation mit der Firma 3M bei allen Eingriffen eine kontinuierliche Wäremzufuhr während des gesamten OP-Aufenthalts an. So werden Wundinfektionen verringert und der Wohlfühlfaktor für den Patienten erhöht.

Viele Operationen werden heutzutage in regionaler Betäubung durchgeführt. Diese Verfahren sind sehr sicher und bieten dem Patienten ein Höchstmaß an Komfort. Folgende Verfahren werden bei uns angewandt: Spinalanästhesie und Periduralanästhesie, Axilläre und interskalenäre Plexusblockaden, Ischiadicus und Femoralisblockaden, Fußblöcke

Zur sicheren Identifizierung der Nervengeflechte wird sowohl das Verfahren der Elektrostimulation als auch die ultraschallgesteuerte Punktionstechnik angewandt.

Postoperative Akutschmerztherapie

Nach vielen Operationen übernimmt ein Team aus einer speziell weitergebildeten Anästhesiepflegekraft und einem Anästhesiearzt die Schmerztherapie auf der jeweiligen Station.

So müssen Patienten auch bei größeren Eingriffen, wie Darmoperationen oder endoprothetischen Operationen, keine Angst vor Schmerzen nach der Operation haben.

Intensivmedizin

Auf der interdisziplinären Intensivstation und der Intermediate Care Station (IMC) unter anästhesiologischer Leitung, behandeln wir im Jahr fachübergreifend rund 1.500 Patienten, nahezu aller Fachdisziplinen mit deutlich steigender Tendenz. Unser oberstes Ziel ist die intensivmedizinische Betreuung der Patienten, die einer besonderen Überwachung, Pflege oder Behandlung bedürfen.

Die Intensivstation verfügt über acht Therapieplätze, darunter sechs reguläre Beatmungsplätze und einen Notfallbeatmungsplatz. Die Intermediate Care Station verfügt ebenfalls über acht Therapieplätze mit 4 Atemunterstützungsmöglichkeiten.

Wir behandeln alle interdisziplinären intensivmedizinischen und überwachungspflichtigen Krankheitsbilder, vom Herzinfarkt über Hirnblutung bis zum Multiorganversagen. Dabei gewährleistet ein erfahrendes, interdisziplinäres Team aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten rund um die Uhr eine lückenlose Überwachung und Behandlung. Im Einzelnen gehört zu unseren Aufgaben die Überwachung und Behandlung von Patienten, die unter akuten, lebensbedrohlichen Erkrankungen, Funktionsstörungen lebenswichtiger Organe oder schweren Infektionen leiden, sowie Patienten nach größeren Operationen, Unfällen oder endoskopischen Eingriffen. Die Therapie erfolgt stets nach aktuellen Behandlungsstandards in Anlehnung an die neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnisse. Unser Können stellen wir regelmäßig im Rahmen von freiwilligen PEER Reviews unter Beweis.

Unsere apparative Ausstattung und ein engmaschiges Netz an zum Teil universitären, hochspezialisierten Kooperationspartnern, bieten unseren Patienten allzeit ein Maximum an Therapiemöglichkeiten und fachlicher Kompetenz, auch bei hoch spezialisierten Fragestellungen. Unsere Station wurde 2013 als besucher- und angehörigenfreundliche Intensivstation zertifiziert.

Lehre
Wir entwickeln konsequent und mit viel Engagement in der Lehre den medizinischen Standard unserer Abteilung immer weiter und verbessern dadurch kontinuierlich die Versorgung unserer Patienten und die Ausbildung junger Ärztinnen und Ärzte. So sind die Abteilung für Anästhesiologie, die Intensivmedizin und die Intermediate Care Station (IMC) in Kempen an der Ausbildung von Medizinstudierenden des Regel- und Modellstudiengangs an der HHU Düsseldorf und der Weiterbildung von Assistenz- und Fachärzten beteiligt. Ferner werden auch Angehörige des Pflege- und Rettungsdienstes bei uns ausgebildet.

Die Abteilung für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin und die abteilungsinternen Dozenten sind in vielfältigen Ringvorlesungen, Vorträgen und Praktika in die Ausbildung von Studierenden und Ärzten umfassend  involviert.

Im Rahmen von obligaten und fakultativen Veranstaltungen werden intensivmedizinische und interdisziplinäre Inhalte gelehrt. Zu solchen regelmäßigen Veranstaltungen gehören beispielsweise das Interdisziplinäre Intensivmedizinische Kolloquium, interdisziplinäre pharmakologische und mikrobiologisch-infektiologische Visiten, sowie Sonographie-, Echokardiographie- und Atemwegskurse. Besonderen Wert legen wir auf die soziale Kompetenz, die Vermittlung von klinisch relevanten theoretischen und praktischen Fertigkeiten, sowie die Entwicklung von Fähigkeiten im Rahmen von interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Regelmäßige Fachgespräche und Evaluationen sichern ein hohes Maß an interkollegialem Austausch und innovativer Weiterentwicklung in Bereichen der Lehre und der medizinischen Standards.

Im Rahmen eines Pilotprojektes zum gesundheitspräventiven Selbstmanagement unserer Weiterzubildenden bieten wir regelmäßige Vorträge und praktische Kurse zum Thema „Erhalt der Gesundheit in Gesundheitsberufen“ an. Ferner finden  regelmäßig Kurse in Nordic Walking, Rückenschule, Pilates und Yoga mit einer bisher sehr guten Resonanz statt.

Notfallmedizin

Wir sind immer für Sie im Einsatz: Die Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin besetzt das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) der Stadt Kempen 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr. Alle Ärzte der Abteilung erhalten die Möglichkeit je nach Ausbildungstand zunächst die Fachkunde Rettungsdienst und im weiteren Verlauf auch die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin zu erlangen. Unterstützung bei der Besetzung des NEF erhält unsere Abteilung auch von den Abteilungen für Unfallchirurgie/ Orthopädie, der Abteilung für Allgemeinchirurgie und der Abteilung für Innere Medizin - sowie von externen Notärzten. Jährlich werden rund 2.000 Patienten durch den jeweils diensthabenden Notarzt behandelt und den verschiedenen Krankenhäusern der Umgebung zugeführt. Etwa 55 Prozent der in Kempen durchgeführten Notarzteinsätze werden in unserem Hospital behandelt.

Team

Dr. med. Nico Lorenz

Chefarzt Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin, Facharzt für Anästhesiologie, spezielle Intensivmedizin und Schmerztherapie; leitender Notarzt

Dr. med. Elisabeth Golla

Ltd. Oberärztin Intensivmedizin, Fachärztin für Anästhesiologie, spezielle Intensivmedizin und Notfallmedizin

Dr. med. Long Tran Tien

Ltd. Oberarzt Anästhesiologie, Facharzt für Anästhesiologie, Notarzt

Torge Werner

Oberarzt, Facharzt für Anästhesiologie, Fachkunde Rettungsdienst

Dr. med. Sabine Olligs

Oberärztin, Fachärztin für Anästhesiologie, spezielle Intensivmedizin, leitende Notärztin; Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin

Sprechstunden

Terminvereinbarung

Anrufzeiten täglich zwischen 7.30-16 Uhr

Das Narkosevorgespräch findet in der Regel zwischen 9 und 14 Uhr statt.